Beschreibung

Das Hörspiel ist eine Kunstform, welche nur mit akustischen Mitteln arbeitet. Sie wird auch als Untergattung der Dokumentationsliteratur gesehen.
Das Hörspiel ist ein „… Spiel mit dem Hören (…), das Geräusche, Klang, Musik und Stimme benutz, eben ein Hör-Spiel (…)“.

Hörspiel vs. Hörbuch

Hörspiel

Dialog
Musik &Geräusche gleichberechtigt
Vorstellung von szenischer Gestaltung

Hörbuch
Monolog
kaum Geräusche & Musik
Text fast originalgetreu

Arten des Hörspiels:
- Ein Kurzhörspiel erstreckt sich über maximal 20 Minuten.
- Das Neue Hörspiel (auch experimentelle Hörspiel) ist eine Art Collagentechnik, in der mit akustischen Phänomenen spielerisch umgegangen wird. Hier sind Sprache, Musik und Geräusche die zu verwendenden Mittel. Diese Art Hörspiel ist nicht Figuren- oder Handlungsbezogen, sondern hat die Sprache und das akustische Materialien als Thema. Es soll zu einem kreativen Umgang mit Sprache und anderen Klangelementen anregt werden.
- In den O-Ton-Hörspielen werden nur reale Klangelemente verwendet. Es gibt dort keine Sprecher bzw. Erzähler. Es werden an verschieden Orten Hörspiele aufgenommen, welche die verschiedenen sozialen Erfahrungswelten wiederspiegeln. Somit ist diese Art des Hörspiels eine dokumentatorische Hör-Textsorte.
- In dem Literarische Hörspiel bekommen die Lernenden nicht nur Einblicke in die Vertextungsstrategien. Sie erfahren, wie mit Sprache eine fiktive Welt erschaffen werden kann. Und sie erleben sich durch ihre Funktion und Wirkung in der Produktion eines solchen Hörspiels einerseits Selbstwirksamkeit und sehen sich somit als bedeutungstragend für das Produkt. Andererseits erleben sie, wie sie durch z.B. Stimmenveränderung, Hintergrundgeräusche etc. die Phantasie des Hörenden beeinflussen können.
Ziele und Wege für Unterrichtspraxis:
Da sich mit den Medien in all ihren Erscheinungsformen auseinandergesetzt werden muss und andere Medien (Fernsehen, Radio, MP3, CD, Internet etc.) als das Buch immer mehr das Freizeitverhalten der Lernenden formen, sollte sich auch mit dem Hörspiel als Medium vertieft beschäftigt werden.
Eine „Hörspielalphabetisierung“ gilt als eine Wahrnehmungssensibilisierung für Vertextungsstrategien, akustische Zeichen (wie Stimmen, Klänge, Stimmqualität, Stille, Schallräume, Position des Sprechers vor dem Mikrofon) und der Bewusstmachung der Reflexionsprozesse des Textes und dessen Inhalt. Die SchülerInnen lernen, sich in andere Figuren und Situationen einzufühlen. Durch diese und andere Handlungen der Lernenden, wird der Text schon interpretiert, ohne dass diese Interpretation durch einen Aufsatz festgehalten wird.
Für die Produktion eigener Hörspiele sollten eher O-Ton-Hörspiele, experimentelle Hörspiele oder einzelne Szenen bzw. Szenenausschnitte für ein Literarisches Hörspiel zur Produktion gewählt werden. Zum einen spielt hier der zeitliche Rahmen eine entscheidende Rolle. Zum anderen werden SchülerInnen häufig durch die Nichtbeherrschung der technischen Mittel und ihrer sprachlichen Gestaltungskraft schnell überfordert.
Jeder Produktionsschritt führt unmittelbar zu einer Analyse von der verwendeten Literatur. Ob nun die mündliche sowie schriftlichen Textproduktion damit gemeint ist, oder die Sprach- und Kommunikationsreflexion im Hörspiel.
Nicht die Anzahl der Produkte ist das Ziel dieser Methodik, sondern die Weiterformung der Erkenntnis-, Erlebnis- und Erfahrungsbereiche der Lernenden sowie das Erlangen eines kritischen Umgangs der SchülerInnen mit dem Rundfunk und der Hörspiel- bzw. Hörbuchindustrie.

Durch die handlungsorientierte Herangehensweise an einen Text soll auf eine aktive und handelnde Weise (musikalisch, bildlich-illustrativ, darstellend etc.) auf die gegebene Literatur reagiert werden. In der produktionsorientierten Unterrichtsform sollen eigene Produkte (Texte; z.B. Manuskripte) erzeugt werden. Durch diese Unterrichtsform kann binnendifferenziert gefördert werden. Denn der Unterricht wird auf die individuellen Lernniveaus und Interessen der SchülerInnen angepasst. Zudem kann durch die Erzeugung eines solchen Produktes (Hörspiel) eine gewisse Lese- und Schreibmotivation geschaffen werden. Denn egal welche Rolle die Lernenden in der Lerngruppe einnehmen (Sprechrolle, Manuskriptentwickler, Erzeuger von Hintergrundgeräuschen, Erzähler etc.), sie empfinden sich sSelbstwirksam und können sich mit einem Produkt identifizieren.

e) tabellarischer Stundenverlauf

Für diese Unterrichtseinheit sind zwei Doppelstunden geplant.
Zu der 1. Doppelstunde wird die Hausaufgabe gestellt, den vom Lehrer/von der Lehrerin ausgewählten Text zu lesen.
Variante: Die SchülerInnen können die Textauswahl selbst mitbestimmen und reichen zu einem festgesetzten Termin Vorschläge beim Lehrer/ bei der Lehrerin ein.

Zeit in min.
Methode
Didaktik
Materialien
1. Doppelstunde 5

Unterrichtseinstieg:

- Was ist ein Hörspiel?
- Kurze Definition vom LehrerDie SchülerInnen sollen erfahren, w wie sich das (z.B. literarische) Hörspiel von anderen Hörmedien unterscheidet. 5Anmoderation des Lehrers/der Lehrerin:
- die SchülerInnen haben in den folgenden Stunden die Möglichkeit selbst ein Hörspiel zu erstellen
- Übersicht über den geplanten VerlaufDas Interesse der SchülerInnen soll geweckt werden, so dass sie motiviert und mit Freude an die Produktion herangehen können. 5Einteilung der SchülerInnen in Kleingruppen (4-5 SchülerInnen)Durch die Einteilung in Kleingruppen, ist es den SchülerInnen möglich intensiver miteinander zu arbeiten uns später Rollen für das Hörspiel fest zu legen. Zudem können somit innerhalb der Kleingruppen ganz verschiedene Ergebnisse entwickelt werden.60Aufgaben innerhalb der Kleingruppen:
- Inhalt kurz zusammenfassen
- gegebenenfalls eine kurze Interpretation anfertigen
- Auseinandersetzung mit den gebotenen Themen
- Charaktere/Rollen bestimmenDie Kleingruppen arbeiten selbstständig und werden nacheinander und bei Fragen vom Lehrer/von der Lehrerin betreut.
Die SchülerInnen sollen sich den gestellten Anforderungen und über den Arbeitsaufwand bewusst werden.
Textgrundlage; Aufgabenblatt10Abschluss der Stunde:
Kurze Ergebnissicherung mit der Klassengemeinschaft
Durch die Ergebnisse der anderen Gruppen, können die SchülerInnen ihr Wissen über den Gegenstand erweitern, darauf aufbauen und gegebenenfalls ihnen vorher verdeckt gebliebene Erkenntnisse nutzen.Der Lehrer/die Lehrerin kann Schlagwörter an der Tafel sammeln (lassen) 5Hausaufgabe an die Kleingruppen:
sich über eine Thematik und auf eine „Leerstelle“ zu einigenDie SchülerInnen sollen eEigenverantwortlich in ihren Gruppen zu Lösungen kommen, so dass sie ihre organisatorischen Kompetenzen schulen.2. Doppelstunde60Die Aarbeit in den Kleingruppen geht weiter:
Nun soll das Hörspiel erarbeitet werden, Orientierung bietet ein Arbeitsblatt
- Verteilen der Rollen
- Erarbeiten eines Manuskripts
- Aufnahme des Hörspiels
- Hörspiel abschließenDie SchülerInnen sollen sich über ihre Thematik bewusst werden und durch kreative Einfälle und Arbeitsweisen ein Hörspiel entwickeln, auf das sie stolz sein können.- Arbeitsblatt
- Rollenkarten (Erzähler, Geräuschemacher, 2 Sprechende Personen, Protokollant/in)
- Tonbandgeräte, Videokameras, Digitalkameras oder ein anderes Medium, dass Ton aufnehmen und wiedergeben kann20Reflexion und Präsentation in der Klasse
- Eine Gruppe nach der anderen stellt sich und ihre ausgewählte Textstelle e „Leerstelle“ vor, gibteben Auskunft über Auffälligleiten und Schwierigkeiten und präsentieren ihr Ergebnis.Der Lehrer/die Lehrerin sollte für die Präsentation ein angenehmes Ambiente schaffen, z.B. den Raum verdunkeln, einen Sitzkreis bilden und für Ruhe sorgen.
Die Reflexion dient der abschließenden Diskussion.
10Abschließend wird ein Feedback (evtl. Diskussion) innerhalb der Klasse über alle Hörspiele gegeben.Die SchülerInnen können sich mit den anderen Kleingruppen vergleichen und sich zu Problemen oder Freude äußern, so dass bei der nächsten Erstellung eines Hörspiels z.B. Fehler vermieden oder Gutes beibehalten werden kann.

Unterrichtsentwurf

a) Formulierung eines Links

„Das Lachen“ – Erarbeitung eines Hörspiels zum Kurztext von Alev Tekinay

b) Sachanalyse über Text und Informationen zur Autorin

Sachanalyse über den Text „Das Lachen“
und Informationen zur Autorin Alev Tekinay

Der Text „Das Lachen“ von Alev Tekinay berichtet von einem vorurteilbehafteten Mann namens Otto Hintenberger, der als Personalchef eines Chemie-Fabrik tätig ist und sich über das Lächeln einer seiner türkischen Bandarbeiter, Ahmet Derin, wundert.
Der Text beginnt damit, dass Otto Hintenberger erleichtert über sein vorschiftsmäßiges Einparken aufatmet, nachdem die Nerven des ständig unter Zeitdruck stehenden Mannes im Stau auf dem Weg zur Arbeit stark beansprucht worden sind. Sein Tag begann mit der Sirene des Weckers, die ihn wie ein Alptraum an seine Kindheitserfahrungen erinnern. Damals musste er beim Sirenenheulen Zuflucht im Bunker suchen und fand draußen Städte in Trümmern vor. Die Gegenwart, die aus diesen Trümmern entwachsen war, machte ihn stolz.
Otto Hinterberger fällt es schwer zufrieden zu sein, seine Schuhe drücken, seine Krawatte sitzt so eng, dass sie ihm die Luft raubt. Als er schließlich sein Büro betritt, hat er das Gefühl erwürgt zu werden. Bevor er seine Inspektion beginnt, begrüßt er seine Sekretärinnen. Die Chemie-Fabrik beschäftigt viele ausländische Arbeiter, da sie nicht trinken, anspruchslos und trotzdem dankbar und zufrieden sind. Ein türkischer Arbeiter jedoch, der eifrig und pflichtbewusst seiner Arbeit nachgeht, fällt Otto Hinterberger stets unangenehm auf, denn er kann sich dessen Grinsen, Pfeifen und Singen nicht erklären. Als Otto Hinterberger den Mann anspricht, ist er von dessen akzentfreiem und fehlerfreiem Deutsch so verblüfft, dass er sofort vom Du aufs Sie wechselt. Trotz seiner respektlosen und unfreundlichen Art wird er von dem Türken zum Zuckerfest in seine Familie eingeladen. Bevor Otto Hinterberger am Abend nach Hause fährt und das gleiche Prozedere seiner Anreise zur Arbeit auch bei der Abreise durchläuft, isst er zu Mittag in der Betriebskantine. Er thront einsam und wie ein mustergültiger Deutscher auf seinem Stuhl, sein Brot schmeckt nach nichts und beschert ihm ein komisches Gefühl im Magen, dennoch gibt er ein (seiner Meinung nach) gutes Beispiel ab, indem er ein gleichgültig-ernstes Gesicht macht.
Zuhause empfängt ihn eine Nachbarin die sich über seine lauten Kinder beschwert. Als seine recht attraktive Frau ihm zu verstehen gibt, dass sie nicht dazu kam etwas Warmes für ihn zu kochen, weil sie sowohl Hausfrau und Mutter, als auch berufstätig ist, gibt er sich abermals mit einem Brot zufrieden, dass nach nichts schmeckt. Während seine Frau durch das TV-Programm zappt, gibt er sich der einzigen Freude hin, die wie Salbe auf seinen Wunden wirkt, seinem Bier.
Später im Bett wendet sich der frierende Otto Wärme suchend an seine Frau, die ihn abweist, weil sie einen anstrengenden Tag hatte. Als das Ehepaar in der Nacht von ihrem Heim kommenden, gerade volljährigem Zwillingspaar Gerd und Gabi geweckt wird, berichtet Otto seiner Frau von der Einladung zum Zuckerfest. Bärbel wird daraufhin vor Lachen geschüttelt und beschließt dann, die „Arbeit“ zu „teilen“, so dass sie den kleinen Sohn Rolf mit zum Pokerabend nimmt und die kleine Tochter Tina mit ihrem Vater gehen soll.
Er geht hungrig in die Küche und trifft auf Gerd und Gabi, die gerade warmes Essen auspacken. Um den Kindern zu zeigen, wer der Herr im Haus ist, schimpft er mit ihnen, erreicht aber nichts.
Am nächsten Tag im Büro raucht der gestresste Mann unentwegt Zigaretten, obwohl diese ihm nicht bekommen und lässt einen Brief an Herrn Derin tippen und versenden. Zuhause angekommen berichtet Bärbel ihm von ihrem Tag und was sie wo eingekauft hat, um es günstiger zu bekommen.
Am Samstag überkommen Otto Hintenberger komische Gefühle während seine kleine Tochter Tina sich auf den Besuch freut und ihre Eltern über die Gewohnheiten von Türken befragt. Seit 20 Jahren scheint dies die erste Einladung an Otto zu sein, der sich darüber nicht zu wundern scheint, er nimmt sich vor beispielhaft seine Zuneigung zu Ausländern zu bekunden, indem er sie besucht. Seine ungeduldige Tochter möchte sich nicht verspäten, aber als sie den Vater darauf anspricht, antwortet Otto, dass die Türken einen anderen Zeitbegriff hätten.
Als Otto in der Wohnung der Familie Derin ankommt, findet er sich in einer Welt von Farben und Düften wieder, die ihn fasziniert. Er vernimmt lebensfrohe Musik, so dass er den Wunsch verspürt, sich zu den Tanzenden zu gesellen und begibt sich in das volle Wohnzimmer, indem viele Menschen unterschiedlichster Nationalitäten und ein üppig gedeckter Tisch sind. Ahmet Derin stellt Otto als seinen Ehrengast vor und macht ihn mit sämtlichen Familienmitgliedern bekannt. Dann begibt sich die bunte Menschenschar an den Tisch, wo Otto befremdliche Lebensmittel entdeckt, die ihm zu seiner Überraschung wunderbar schmecken. Er fühlt sich wohl unter diesen Menschen und beginnt ein Gespräch mit der etwa 17jährigen Nevin, der Tochter von Ahmet. Als er sie danach fragt, ob ihr die Freiheit in Deutschland gefällt, antwortet sie, dass sie wohl bald heiraten und Kinder bekommen wird, dass sie keine andere Wahl hätte, sich aber dennoch nicht beklagt. Während dieses Gespräches spielt die kleine Tina mit den Töchtern Güler und Güner. Frau Derin kümmert sich mit einer Wärme und Ruhe um die Familie und Gäste, so dass sie auf Otto eine anziehende Wirkung ausübt. Otto wendet sich Ahmet zu und fragt ihn, ob er in Deutschland glücklich sei. Ahmet antwortet, dass dies so sei, und dass er, wenn ihn Heimweh überkommt an seine Heimat denkt, in die er zurückkehren möchte. Dieser Traum gebe ihm die Kraft, alles zu ertragen. Tina platzt in das Gespräch und schreit ihrem Vater glücklich entgegen, dass sie eine Puppe von Güler geschenkt bekommen hat und Otto Hinterberger wird bewusst, dass er mit leeren Händen, ohne ein Gastgeschenk zu dieser Feier erschienen ist.
Auf dem Weg nach Hause geraten Otto und Tina wieder in einen Stau und während Tina sich ihre neue Puppe an den Körper drückt und ihren Vater fragt, ob sie die Türken bald wieder besuchen können, denkt Otto darüber nach, dass er wenigstens einen Blumenstrauß hätte mitbringen können. Tina spricht weiter zu ihm, dass sie ihre Puppe Güler nennen möchte, was auf Türkisch „Lachen“ bedeutet. Lachen, überlegt Otto Hinterberger, war das nicht ein Fremdwort?

Alev Tekinay:

Die Autorin Alev Tekinay wurde 1951 in Izmir geboren, wuchs in Istanbul auf, wo sie ein deutsches Gymnasium besuchte und 1971 mit Abitur abschloss. Sie studierte bis 1976 Germanistik in München und promovierte schließlich 1979 mit der Thematik „vergleichende Studien von Erzählmotiven in der deutschen Dichtung des Mittelalters und den Literaturen des Orients“. Alev Tekinay war sowohl als Deutschlehrerin für türkische Jugendliche und auch als Lehrbeauftragte für Deutsch als Fremdsprache und Türkisch an verschiedenen Schulen und Universitäten in Bayern tätig. Seit 1983 arbeitet sie als wissenschaftliche Angestellte an der Universität Augsburg im Bereich Deutsch als Fremdsprache und als Lektorin für Türkisch.
Ihre Bilingualität und Interkulturalität verstärkten ihre Sensibilität und Sympathie für alle Herkunftssprachen und -kulturen, was sie dazu geführt hat, Sprachen und Kulturen auf wissenschaftlicher Ebene zu vergleichen. Sie publizierte sowohl Sprachlehrwerke und Wörterbücher für die Sprachen Türkisch und Deutsch, als auch verschiedene Aufsätze über Kontrastive Linguistik, Erzählungen und Romane.
Für ihre belletristischen Publikationen erhielt sie 1990 den Literaturförderpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis. Diese Auszeichnung wird nur denjenigen AutorInnen verliehen, die Deutsch als Fremdsprache gelernt haben, aber in deutscher Sprache schreiben.
Alev Tekinay beschreibt sich selbst in ihrer Vita: „Ich bin eine, die zwei Zuhause hat. Ein Baum, ein langer Baum, die Wurzeln im anatolischen Boden, die Blüten in Deutschland“. Dieses ältere Zitat, so erklärt sie, beschreibt ihre Person am besten. Sie fügt jedoch hinzu, dass sie nicht nur zwei Zuhause hat, sondern in jedem Land ein Stück Heimat finden kann und dass Begegnungen mit dem Fremden sie immer wieder lehren, dass die Grenzen im Grunde künstlich sind.

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